Wir beschäftigen uns mit einer Themenreihe, die ich "Etwas Besseres" genannt habe. Dies ist nun die dritte Folge in dieser Reihe. Der Untertitel lautet heute: "Eine Frage von Leben oder Tod". Ich werde über einige "bessere" Dinge aus der Heiligen Schrift sprechen.
Seine liebende Güte ist besser als das Leben. Wörtlich heißt es, Seine gnädige Liebe ist besser, sie ist besser als das Leben in seinen besten Momenten ohne sie.
Wisst ihr, wenn ich an mein Leben ohne Christus denke, ich hatte da meine guten Zeiten und ich habe mit anderen gelacht und ich hatte Beziehungen, aber die geringste Gnade Gottes wiegt jene besten Zeiten bei weitem auf. Mein Leben war zuvor eine Jagd nach Schatten, ich habe das beste aus einer Fälschung gemacht, weil ich die Realität noch nicht erlebt hatte. Es war, als ob ich Tiefkühlkost gegessen hätte, während der Chefkoch ein unglaubliches Mahl mit den erlesensten Zutaten zubereitete. Seine liebende Güte ist besser als das Leben.
Die natürliche Reaktion auf eine so gnädige Liebe, auf Leben in derartiger Fülle ist Lob, wie wir auch in Vers 4 sehen. "Denn deine Güte ist besser als Leben; meine Lippen preisen dich."
Sehen wir uns gemeinsam Vers 5 an:
Psalm 63, 5: "So will ich dich loben mein Leben lang und meine Hände in deinem Namen aufheben."
An jedem Tag, bis zu unserem Tod, sollte "Thanksgiving" sein, Erntedank, der Tag des Dankes. Wir finden diese Idee von Gottes liebender Güte, seiner gnädigen Liebe noch deutlicher in menschlicher Gestalt. Ich denke, in diesem Zusammenhang wird sehr deutlich das Bild wiedergegeben, das der Psalmist uns hier mitteilen wollte. Schlagen wir 1. Samuel 20,14 auf. Wir lesen da, was sich zwischen Jonathan, dem Sohn des Königs Saul, und David ereignete.
Saul war der König von Israel. David war berufen worden, sein Psalmist zu sein und für ihn Musik zu machen, weil Saul damals von einem üblen Geist geplagt wurde, und wenn David spielte, dann erquickte das Saul. Im Lauf der Zeit wurden David und Jonathan, Sauls Sohn, die besten Freunde. Wir lesen ab Vers 14. Jonathan spricht zu David und sagt:
1. Samuel 20,14: "Und nicht nur solange ich noch lebe, und nicht nur an mir erweise die Gnade des HERRN, dass ich nicht sterbe"
Der Ausdruck "die Gnade des Herrn" ist genau das gleiche hebräische Wort, das wir für "liebende Güte" in Psalm 63,3 finden.
1. Samuel 20, 15-16: "...sondern auch meinem Haus entziehe niemals deine Gnade, auch dann nicht, wenn der HERR die Feinde Davids Mann für Mann vom Erdboden vertilgen wird! Da schloss Jonathan mit dem Haus Davids einen Bund und sprach: Der HERR fordere es von der Hand der Feinde Davids!"
Das hebräische Wort für "Bund" bedeutet wörtlich "wo Blut fließt". David und Jonathan schnitten sich und schlossen eine Blutsbrüderschaft und David schwor, die liebende Güte Gottes zu erweisen, nicht nur gegenüber Jonathan, so lange dieser lebte, sondern auch gegenüber dessen Nachfahren, seinen Kindern und Enkeln und so weiter, so lange sein Haus bestand.
Was diese Geschichte so faszinierend macht ist, dass König Saul, Jonathans Vater, David hasste. Er erkannte die Hand Gottes auf David, er erkannte die Berufung Gottes für David und er war wahnsinnig eifersüchtig. Es gab mehrere Gelegenheiten, bei denen er versuchte, David zu ermorden und einmal engagierte er sogar Mörder, um ihn zu töten. Schließlich war er so besessen, dass David um sein Leben fliehen musste. Saul verfolgte ihn durch das ganze Land um ihn gefangen zu nehmen und zu töten.
Schließlich wird Jonathan im Krieg gegen die Philister getötet und König Saul tötet sich selbst. Das Haus des Königs erfährt die Kunde, dass beide, König Saul und Jonathan, tot sind und es wird ihnen klar, dass nun David auf den Thron kommen wird und dass er zweifellos zum König über Israel gekrönt werden wird. So raffen sie alle Habe zusammen und fliehen. Sie tun das zweifellos deshalb, weil Saul ihre Gedanken in Bezug auf David vergiftet hat. Man kann sich gut vorstellen, wie er geredet hat. Er ist der König von Israel, der Großvater, der Urgroßvater, was auch immer und er jagt David und sagt: "Seht ihr, David ist unser Feind!" Und genau das hat er auch Jonathan, seinem Sohn, gepredigt ... auch wenn Jonathan ihm das nicht abgekauft hat. Aber er hat es zweifellos der Familie eingeprägt: "Seht ihr, er ist unser Feind. Wenn er den Thron besteigt, dann ist für euch alles aus. Dann ist alles vorbei!"
Die Bibel erzählt, dass Jonathan einen Sohn hatte von dem David nichts wusste. Er hieß Mefi-Boschet. Als bekannt wurde, dass David nun König wurde, dass Saul und Jonathan beide tot waren, da nahm Mefi-Boschets Amme den Kleinen, sie waren alle in Eile, das Haus zu verlassen, um in die Wildnis zu fliehen ... und sie ließ ihn fallen. Er wurde dabei so stark verletzt, dass er für sein ganzes Leben lahm blieb. Sie flohen an einen Ort in der Wüste, der Lo Dabar genannt wurde. Man kann sich vorstellen, dass er dort draußen nur das eine hörte: "David ist unser Feind. Wir leben hier in der Wüste. Du hättest statt dessen in einem Palast aufwachsen können. Du wärest der Thronfolger gewesen. Der eigentliche Grund dafür, dass du lahm bist, ist David. Wenn er uns findet, dann ist für uns alles zu spät. Er wird uns die Kehle durchschneiden. Alles was dein Großvater gesät hat, das hat David an sich gerissen! Er ist unser Feind!" Und so lebte er all die Jahre in der Wüste.
Die ganze Zeit wusste David nicht, dass Jonathan einen Sohn gehabt hatte. Schließlich begann David doch nachzuforschen: "Ist vom Haus Sauls denn niemand übrig geblieben?" David stellt diese Frage viele Jahre später.
2. Samuel 9,3: "Der König sprach: Ist da noch jemand vom Hause Sauls, damit ich Gottes Barmherzigkeit an ihm tue? Ziba sprach zum König: Es ist noch ein Sohn Jonatans da, lahm an den Füßen. Der König sprach zu ihm: Wo ist er? Ziba sprach zum König: Siehe, er ist in Lo-Dabar im Hause Machirs, des Sohnes Ammiëls. Da sandte der König David hin und ließ ihn holen von Lo-Dabar aus dem Hause Machirs, des Sohnes Ammiëls. Als nun Mefi-Boschet, der Sohn Jonatans, des Sohnes Sauls, zu David kam, fiel er auf sein Angesicht und huldigte ihm. David aber sprach: Mefi-Boschet! Er sprach: Hier bin ich, dein Knecht. David sprach zu ihm: Fürchte dich nicht, denn ich will Barmherzigkeit an dir tun um deines Vaters Jonatan willen und will dir den ganzen Besitz deines Vaters Saul zurückgeben; du aber sollst täglich an meinem Tisch essen. Er aber fiel nieder und sprach: Wer bin ich, dein Knecht, dass du dich wendest zu einem toten Hunde, wie ich es bin?"
Mefi-Boschet war sich ganz sicher, als Davids Wagen in Lo-Dabar vorfuhren und ihn mitnahmen, dass es zu seiner Exekution ging. Er war überrumpelt als er feststellte, dass David ihm Gnade und Freundlichkeit erwies. David erhob ihn so, als wäre er einer seiner Söhne, gab ihm einen Platz am Tisch des Königs und sagte: "Du sollst dein Brot mit mir essen und ich will dir den ganzen Besitz deines Vaters zurückgeben."
Wir müssen uns klar darüber werden, dass es einen Bund, genau von der Art, wie er zwischen David und Jonathan geschlossen wurde, auch zwischen Gott und seinem Sohn Jesus gibt. Als das Blut vergossen wurde, da wurde dieser Bund besiegelt. Durch das, was Jesus Christus getan hat kam die liebende Gnade Gottes zu uns. Und wenn wir draußen in der Wüste der Sünde leben, von Gott abgeschnitten und isoliert, dann kommt er mit seinen Wägen und er bringt uns in seine Familie. Er erhebt uns in die Position von Söhnen und Töchtern und lädt uns ein, mit Ihm an Seinem Tisch das Brot zu teilen.
Und ich wünschte so, dass alle, die in ihren Gedanken Gott als Feind betrachten oder denken, dass Gott irgendwie verantwortlich ist für all die schlimmen Dinge, die in ihrem Leben geschehen sind, dass Gott die ganze Zeit irgend einen grausamem Streich mit ihnen spielt, dass all ihr Unglück von Gott kommt und wenn er nur die Chance hätte, alles noch schlimmer für sie zu machen, dass er keinen Moment zögern würde, auch noch das letzte aus ihnen heraus zu pressen. Wenn sie nur einen Moment lang einen Blick auf ein winziges Stück von Gottes Herz werfen könnten, das so voll Liebe zu ihnen ist, das würde ihre Einstellung für immer verändern. Freunde, Gott will euch nicht nur zu Söhnen und Töchtern erheben und euch zu seinem Tisch einladen, damit wir Gemeinschaft mit Ihm haben, Er will uns alles wieder geben, was wir durch den Fall und den Niedergang Adams verloren haben. Die liebende Güte Gottes!
Der Psalmist rief aus: "deine Güte ist besser als Leben!" Besser als das Leben ohne ihn in seiner besten Form. Er ist so gut - ich will euch etwas zeigen. Sehen wir uns bitte gemeinsam Psalm 84,11 an. Ich liebe diese Verse! Hier heißt es: "Denn ein Tag in deinen Vorhöfen ist besser als sonst tausend. Ich will lieber die Tür hüten in meines Gottes Hause als wohnen in der Gottlosen Hütten."
Freunde, Gott ist so gut, dass ein Tag mit Ihm besser ist, als tausend Jahre irgendwo sonst. Nur auf der Schwelle zu stehen ... an der Tür ... nur einfach den äußersten Rand der Gegenwart Gottes zu erleben, das ist besser, als tausend Jahre an einem anderen Ort zu verbringen, besser als ein Leben in den Hütten der Gottlosen. Der Psalmist sagte: "Ich will lieber die Tür hüten." Die niedrigste und demütigste Position in Gottes Haus ist besser als mit den höchsten Ehren in einem Palast der Sünde zu sein. Und wenn er von "einem Tag in deinen Vorhöfen" spricht, dann spricht er nicht davon, in einem Gebäude oder auf einem Gelände zu sein, oder ein Stück religiöse Architektur zu bewundern. Er meint damit, die Gegenwart Gottes zu genießen. Wir betreten Seine Vorhöfe mit Dank. Sehen wir uns Vers 3 an. Hier wird das ziemlich deutlich.
Psalm 84,3: "Meine Seele verlangt und sehnt sich nach den Vorhöfen des HERRN; mein Leib und Seele freuen sich in dem lebendigen Gott."
Hier geht es um das Erlebnis Seiner Gegenwart!
Ich werde diesen Abend in Medford, Oregon, nie vergessen. Ich saß in dieser Mission und die Gegenwart Gottes kam in mein Leben. Ich bin seitdem nicht mehr der selbe. In diesem Moment wischte Er Jahre des Drogenmissbrauchs weg und veränderte mein Leben radikal. Und bis zu diesem Tag ist das wertvollste in meinem Leben die Gegenwart Gottes.
Bevor ich gestern in den Samstagabendgottesdienst gekommen bin, war ich ein bisschen betend spazieren ... ich ging einfach durch das Stadtviertel, genoss den Sonnenschein und sprach mit Gott ... und spürte Seine Gegenwart. Ich spürte Ihn da bei mir. Am Freitag Abend bin ich auch vielleicht eine Dreiviertel Stunde durch das Stadtviertel spazieren gegangen und habe gebetet und Gott gelobt. Ich habe über all die guten Dinge nachgedacht, die Er für mich getan hat. Ich habe Seine Gegenwart gespürt und habe dabei angefangen zu weinen. Keine Ahnung, was die Nachbarn gedacht haben, wenn sie gerade mal aus dem Fenster geschaut haben. Ihr wisst schon, der Prediger marschiert durch die Gegend und weint wie ein Baby. Aber ich liebe Seine Gegenwart so sehr. Ich fühle mich wie Jakob, der gesagt hat: "Herr, ich bin nicht die geringste der Gnaden wert, die du mir erwiesen hast."
Auch wenn es keine sehr wörtliche Übersetzung ist, denke ich, dass die Message Bible den Gedanken dieses Verses sehr gut vermittelt. Ich möchte Vers 10 nach der Übersetzung der "Message Bible" vorlesen: "Ein Tag, den ich in deinem Haus, diesem wunderbaren Ort der Anbetung verbringe, schlägt tausend, die ich an den Stränden von Greek Island verbringe. Lieber putze ich die Fußböden im Haus Gottes als dass ich als Gast im Palast der Sünde geehrt würde."
Vielleicht fragt Ihr Euch: "Ist Gottes Gegenwart so gut?" Schmeckt und seht. Der Herr ist gut.
Sehen wir uns Matthäus 18,1 an. Wir bewegen uns hier ein bisschen. Wir sehen uns noch etwas in der Heiligen Schrift an, das besser ist. Aber das hier ist ein Gegensatz und ganz anders als das, was wir bisher betrachtet haben.
Matthäus 18,1-6: "Zu derselben Stunde traten die Jünger zu Jesus und fragten: Wer ist doch der Größte im Himmelreich? Jesus rief ein Kind zu sich und stellte es mitten unter sie und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen. Wer nun sich selbst erniedrigt und wird wie dies Kind, der ist der Größte im Himmelreich. Und wer ein solches Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf. Wer aber einen dieser Kleinen, die an mich glauben, zum Abfall verführt, für den wäre es besser, dass ein Mühlstein an seinen Hals gehängt und er ersäuft würde im Meer, wo es am tiefsten ist."
Jesus sagt, das wäre besser. Also, wenn Jesus sagt: "wer aber einen dieser Kleinen, die an mich glauben zum Abfall verführt ..." Das Wort "Abfall" oder "Sünde" bedeutet hier "verstricken, verführen". Es bedeutet, dass man jemandem eine Falle stellt. Jesus spricht hier von einem, der vorsätzlich ein unschuldiges Kind dazu verlockt, falsch zu handeln. Nach der "Amplified Bible" wird das so ausgedrückt: "Wer aber einen dieser Kleinen, die an mich glauben, dazu bringt, in Sünde zu fallen, indem er ihn in etwas verstrickt oder daran hindert, das Rechte zu tun oder zu denken, es wäre weit besser, wenn man einen Mühlstein um seinen Hals bände und ihn im tiefen Meer versenkte."
Ich weiß nicht, wie du dir einen Mühlstein vorstellst. Einige Häuser in Israel hatten einen kleinen Mühlstein, manchmal mit einem Durchmesser von 30 oder 45 cm und damit mahlte man das Mehl. Aber das ist es nicht, was Jesus hier meint. Er spricht hier von einem großen Mühlstein, für den man einen Ochsen oder einen Esel brauchte, um ihn zu drehen: Anderthalb Meter Durchmesser, sehr, sehr groß und der wog manchmal mehrere Hundert Kilo... einfach ein riesiger Stein. Ihr habt das Bild verstanden, oder? Es wäre besser dieses Trumm um den Hals gebunden zu haben und in die Tiefe des Meeres versenkt zu werden, als dass man ein Kind dazu verführt, Falsches zu tun! Die Ausnutzung oder der Missbrauch von Kindern wird von Gott nicht so einfach übersehen. Wir lesen das in der ganzen Bibel und wir stellen fest, dass manche Sünden eine deutlich schlimmere Strafe des Allmächtigen nach sich ziehen. Kinder zur Sünde zu verführen gehört zu den schlimmsten Dingen.
Vor Jahren war ich auf einer Missionsreise nach Südost-Asien. Einen Teil davon verbrachten wir auf den Philippinen. Wir hatten einen ziemlich engen Zeitplan, aber wir hatten einen freien Tag auf dieser Reise und ich hatte mit zwei anderen Männern von einer wirklich wunderschönen Stadt gehört. Wir fuhren also eine ziemliche Strecke dorthin und es war wirklich sehr sehenswert. Wir mieteten ein paar Kanus, paddelten den Fluss hinauf und gingen Schwimmen. Es gab da einen riesigen Wasserfall, es war wirklich atemberaubend. Ich erinnere mich, dass ziemlich viele Kinder da waren und eine Menge Fremde. Das überraschte mich ein bisschen, aber ich habe nicht viel darüber nachgedacht. Mehrere Jahre danach sah ich eine Fernsehreportage über diese Stadt. Ich dachte: "Das schaue ich mir an, da bin ich doch schon gewesen!" Aber ich war entsetzt, als ich heraus fand, worum es sich bei dieser Reportage handelte. Genau diese Stadt auf den Philippinen ist eine der bekanntesten Zentren der Kinderprostitution weltweit. Hunderte, vielleicht tausende Kinder sind dort in Kinderprostitution verstrickt. Diese Teenager, junge Teenager rekrutieren sieben-, acht-, neun- und zehnjährige Mädchen und Jungen und die Menschen kommen aus der ganzen Welt um diese Kinder brutal zu missbrauchen. Die Kinder bekommen ein kleines bisschen Geld, die Teenager bekommen etwas ab und der größte Teil fließt an die Erwachsenen, die hinter den Kulissen die Drähte ziehen. Ich war bis aufs Mark erschüttert, als ich diese Dokumentation sah. Diese Fassade der äußerlichen Schönheit und dahinter eine solche Korruption und Brutalität! Weh solchen Menschen, die derartige Dinge treiben!
Sehen wir was Jesus in Vers 7 sagt:, Matthäus 18,7: "Weh der Welt der Verführungen wegen! Es müssen ja Verführungen kommen; doch weh dem Menschen, der zum Abfall verführt!"
Die Schrift lehrt uns, Kinder anzunehmen. Es heißt, dass wir sie mit liebevollen Händen berühren und segnen sollen und dass wir für sie beten sollen. Wir lernen, dass wir für ihre Gegenwart und ihre Zukunft sorgen sollen. Wir sollen sie lehren und ihnen ein gutes Vorbild sein, sie ermutigen und sie korrigieren und alles tun, um ihnen den Weg zu Gott zu zeigen.
Jesus geht noch weiter. Davon, dass man andere zu Fall bringt, wendet er sich hin zu dem Thema, wie wir mit den Dingen in unserem Leben umgehen sollen, die uns zu Fall bringen. Sehen wir uns Matthäus 18,8 an:
Matthäus 18,8: "Wenn aber deine Hand oder dein Fuß dich zum Abfall verführt, so hau sie ab und wirf sie von dir. Es ist besser für dich, dass du lahm oder verkrüppelt zum Leben eingehst, als dass du zwei Hände oder zwei Füße hast und wirst in das ewige Feuer geworfen. Und wenn dich dein Auge zum Abfall verführt, reiß es aus und wirf''s von dir. Es ist besser für dich, dass du einäugig zum Leben eingehst, als dass du zwei Augen hast und wirst in das höllische Feuer geworfen."
Jesus sagt, dass das besser ist. Das Auge steht für die Gedankenwelt, in der Sünde empfangen wird. Die Hände stehen für die Sünde, die tatsächlich ausgeführt wird. Es wird zu einem gelegentlichen Handeln. Der Fuß steht für einen regelmäßigen Weg, ein Muster, ein fest verwurzelter Lebensstil, eine sündige Lebensgewohnheit. Und Jesus sagte: "Hau sie ab!" Das spricht von einer rücksichtslosen Selbstjustiz. Und er hörte da nicht auf. Er sagte: "Hau sie ab und wirf sie von dir!" Das heißt, geh so weit wie möglich weg von der Quelle der Sünde. Manche Menschen richten sich selbst und tun
Buße und hauen ab, was nötig ist aber sie gehen nicht den nächsten Schritt. Sie gehen nicht so weit wie möglich weg von der Quelle der Sünde. Sie werfen Sie sozusagen nicht von sich, und sie stellen fest, dass sie immer und immer wieder gefangen werden. Ich sage euch, Freunde, wenn ihr immer wieder diese Straße entlang fahrt, in denen die Sünde wohnt, was es auch sei, dann werdet ihr immer wieder hinein verstrickt werden. Die Schrift sagt: "Vermeide die Schauplätze der Versuchung."
Die Kur für jede Sünde ist in jedem Stadium die gleiche. Ob es sich nun um das Auge, die Hand oder den Fuß handelt. Es ist aber viel besser sich darum zu kümmern, wenn es Sünde in Gedanken ist. Deshalb sagt die Bibel, dass wir alle Gedanken gefangen nehmen im Gehorsam gegen Jesus Christus. Du kannst vielleicht nicht jeden Gedanken kontrollieren, der dir so in den Kopf kommt, aber du kannst dich ganz sicher entscheiden, welchen Gedanken du dich hingibst. Ich kann vielleicht nicht jede Spinnwebe in meinem Hinterhof vermeiden, wenn ich mich um den Garten kümmere. Wenn ich da arbeite, entdecke ich schon manchmal eine und ich kann ganz sicher vermeiden, dass die Spinne in meinem Haar ihr Netz webt. Ich erinnere mich, wie ich einmal in eine Spinnwebe gelaufen bin und als ich es bemerkt habe, da war es schon zu spät. Wie ich da hinein lief, sah ich im Augenwinkel diese riesige orangefarbene Spinne ... sie sah aus wie eine kleine Krabbe ... und ich fühlte, wie ich sie im Nacken hatte. Mensch, ich habe vielleicht einen Kriegstanz aufgeführt, habe mich geschlagen, mir mein T-Shirt vom Leib gerissen und mir die Haare gerauft um dieses Ding wieder los zu kriegen. Und weißt du was, wenn sich ein einfacher Gedanke bei dir einnisten will und wenn du ihn bemerkst, dann solltest du es genau so machen. Geh auf den Kriegspfad. Hau das Ding raus! Fang an, Bibelstellen zu zitieren, lass ihn in deinen Gedanken keinen Fuß fassen. Kümmere dich drum! Es ist einfacher, sich in diesem Moment darum zu kümmern, als wenn es schon zu einer Handlung oder einem fest getretenen Weg der Gewohnheit geworden ist. Und wenn du dir überlegst, wohin dich diese Sünde führen würde, dann tust du alles, was notwendig ist. Hau es ab und wirf es von dir. Jesus sagt, dass das besser wäre.
Vor einigen Tagen gab es eine Geschichte in den Nachrichten über einen Felsenkletterer. Ich weiß nicht, wer von euch diese Meldung gesehen haben, aber ihm ist ein riesiger Geröllbrocken auf den Arm gefallen. Er war an dieser Stelle gefangen und man konnte ihn nicht finden. Fünf Tage lang war er dort und es wurde ihm klar, dass er verdursten würde. Da zog er sein Taschenmesser und schnitt sich seinen Arm ab, befreite sich mit dem einen Arm vom Geröll und ging einige Kilometer. Es geht im inzwischen wieder gut. Man ist danach zurück gegangen und hat seinen Arm geborgen, aber es war klar, wenn er sich nicht selbst den Arm abgeschnitten hätte, dann hätte er keine Überlebenschance gehabt. Da fragt einer: "Wie konntest du das nur tun?" Nun, wenn ihr euch die Alternative überlegt, dann kann man wohl ziemlich verzweifelt werden.
Ein Freund hat mich einmal mitten in der Nacht angerufen. Er sagte: "Bayless, ich muss jetzt auf der Stelle mit dir reden." Ich sagte: "In Ordnung," und so kam er zu mir und wir stellten uns ein paar Stühle raus. Ich fragte: "Was ist los?" und er begann mir zu erzählen, dass er angefangen hatte, Prostituierte zu besuchen. Er ist der letzte Mensch, von dem ich das erwartet hätte. Aber er sagte: "Ich musste mir das von der Seele reden. Es hat mich fast umgebracht." Er hat sich so sehr geschämt, als er mit das erzählt hat, nein, es war mehr als Scham. Er war panisch bei dem Gedanken, dass ich das Bekenntnis nicht vertraulich behandeln würde und dass ich anderen erzählen könnte, was er getan hatte. Aber wisst ihr was? Er war so ernst. Er wusste, dass er sich befreien musste. Er wäre alleine nicht in der Lage gewesen, damit klar zu kommen. Manchmal muss man eine Sünde ans Tageslicht bringen und muss sie einem Bruder oder einer Schwester bekennen, um sie je los zu werden. Auch wenn es ihn meinen Respekt gekostet hätte, war er bereit, sich damit auseinander zu setzen. Wenn es ihn den Verlust der Freundschaft gekostet hätte, war er bereit, sich damit auseinander zu setzen. Wenn es ihm finanziell teuer gekommen wäre ... denn etwas Derartiges hätte ihn in seinem Berufsleben beeinträchtigen können... er wollte nicht zulassen, dass ihn das in die Hölle zieht. Ich versichere euch, für ihn war dieses Geständnis mir gegenüber ebenso schlimm, wie sich den Arm abzuhacken. Es war, als ob er sich ein Auge ausgerissen hätte, schwieriger als alles, was er bisher getan hatte. Und wisst ihr, statt meinen Respekt zu verlieren, hat er einigen Respekt von mir gewonnen, weil er bereit war, mit all dem ins Reine zu kommen. Er war sich klar darüber geworden, dass er sich damit auseinander setzen musste. Es war schon über das "Auge" Stadium hinaus gegangen, es war mehr als nur in Gedanken und es war zu gelegentlicher Handlung geworden. Es war sehr nahe dran, ein eingefahrenes Verhaltensmuster in seinem Leben zu werden. Die Ketten der Sünde werden mit jeder Übertretung immer stabiler geschmiedet. Aber die Kur ist die gleiche: Selbstüberprüfung, Reue, Bekenntnis und das Vertrauen in Jesus setzen, der alleine die Macht hat, dich frei zu setzen und befreit leben zu lassen.
Sehen wir uns dazu Matthäus 18,11 an: "Denn der Menschensohn ist gekommen, um zu retten was verloren ist."
Er ist der einzige, der das tun kann. Freunde, wenn ihr ins Reine gekommen seid und Gott in eurem Leben an erster Stelle steht, dann könnt ihr ohne Furcht vor der kommenden Welt leben. Und das ist eine gute Art zu leben und damit kommen wir zum letzten Punkt, über den ich heute mit euch sprechen möchte.
Sehen wir uns Philipper 1 an. Einige Worte des Apostels Paulus sind sehr inhaltsschwer. Paulus schreibt:
Philipper 1,21-23: "Denn Christus ist mein Leben und Sterben ist mein Gewinn. Wenn ich aber weiterleben soll im Fleisch, so dient mir das dazu, mehr Frucht zu schaffen; und so weiß ich nicht, was ich wählen soll. Denn es setzt mir beides hart zu: Ich habe Lust, aus der Welt zu scheiden und bei Christus zu sein, was auch viel besser wäre;"
Viel besser! Nicht nur ein bisschen besser. Paulus sagte: "Christus ist mein Leben und Sterben ist mein Gewinn." Wenn ich aus der Welt scheide ... wenn ich sterbe, dann werde ich bei Christus sein. Und das ist nicht nur ein bisschen besser. Das ist viel besser.
Vor kurzem waren meine Frau und ich bei Freunden in Washington State zu Besuch und es hat tatsächlich die ganze Zeit, in der wir dort waren, geregnet. Ich denke, es hat wohl mal einen kurzen Moment aufgehört, aber da waren wir gerade im Haus. Wir haben durch das Fenster gesehen, dass der Regen aufgehört hat, aber bis wir draußen waren, da regnete es schon wieder. Ich war in der gleichen Gegend schon früher mal gewesen und ich hatte eine Woche lang die Sonne überhaupt nicht gesehen ... nur graue, diesige, traurige, regnerische Tage. Mein Freund ist ein absolut begeisterter Golfspieler. Ich fragte ihn: "Wie lange ist es eigentlich her, seit du das letzte mal Golf spielen konntest?" Er sagte: "Vier Monate." Ich dachte: "Man, das ist wirklich lang!" Wir kamen zurück nach Südkalifornien und der Tag, an dem wir zurück kamen, war ein herrlicher südkalifornischer Tag mit über dreißig Grad. Mein Sohn sagte: "Dad, magst du mit mir golfen gehen?" Ich sagte: "Klar, los geht's!" Wir warfen die Schläger ins Auto und fuhren auf den Golfplatz ... ich meine, es war der perfekte Tag. Die Hüttensänger in den Bäumen jubilierten. Die Sonne hatte am Himmel ein riesiges Grinsen aufgesetzt und da überkam es mich einfach so. Ich hatte mein Handy plötzlich in der Hand und rief meinen Freund in Washington an und sagte. "Hey, was für ein schöner Tag! Rate mal, wie viel Grad wir hier in Südkalifornien haben. Und rate mal, was ich gleich machen werde! Schönen Tag noch!" Ich garantiere euch, dass er mich in diesem Moment nicht bemitleidet hat. Mensch, ich lebe hier im Paradies! Seid ihr euch eigentlich darüber im Klaren, wie gesegnet wir hier in Südkalifornien sind? Und wisst ihr was? Wenn ein Gläubiger stirbt, dann ist es noch viel besser. Es ist Gewinn. Aus dem Körper weg zu sein bedeutet beim Herrn zu sein. Der Himmel ist ein wirklicher Ort und sie sollten keinen Gläubigen bemitleiden, wenn er zum Herrn geht. Wenn Jesus noch eine Weile auf sich warten lässt und ich meinen Körper überlebt habe, dann haltet mich bitte mit keiner Maschine am Leben. Ich will gehen.
Der Apostel Paulus zog den Tod dem Leben vor, als er seinen Lauf vollendet hatte. Wenn man die Gedanken an den Tod nicht ertragen kann, dann steht zu vermuten, dass man noch nicht bereit ist, Ihm zu begegnen. Aber du musst bereit sein, denn jeder hier wird sterben. Jeder der mich hört, wird einmal sterben. In der ganzen Geschichte gab es nur zwei Ausnahmen: Enoch und Elia. Und es steht nicht zu vermuten, dass gerade du die dritte Ausnahme sein wirst. Der Tod besucht die Könige und das Fußvolk. Sein Nahen ist sicher.
In Psalm 89,48 heißt es: "Wo ist jemand, der da lebt und den Tod nicht sähe, der seine Seele errette aus des Todes Hand? SELA."
Das hebräische Wort "Sela" bedeutet "Pause" und "denk mal in Ruhe darüber nach". Und genau das ist bei manchen Menschen das Problem. Sie denken nie darüber nach. Sie verjagen jeden Gedanken an ihre eigene Sterblichkeit. Aber wie kann man auf die Ewigkeit vorbereitet sein, wenn man nie darüber nachdenkt? Wenn die Zeit kommt und wir unseren Lauf für Gott vollendet haben, dann wollen wir dem Tod wie Männer entgegen sehen. Sehen wir ihm ins Auge. Lasst uns nicht dagegen rebellieren, wenn die Bande gelöst werden, die uns an diese irdische Schuhe binden, lasst uns lieber die Segel aufrollen für die gesegnete Reise in ein besseres Land! Christus ist mein Leben und Sterben ist mein Gewinn. Gehen um bei Christus zu sein, das ist viel besser.
Bis dahin solltest du, wenn du predigst, immer so predigen, als ob es deine letzte Predigt wäre. Wenn du Schüler unterrichtest, dann tu es, als seien es deine letzten Augenblicke mit ihnen. Wenn du deine Familie genießt, dann genieße sie, als ob du sie an keinem weiteren Tag mehr sehen würdest. Wringe jeden Tropfen, den du bekommen kannst, aus jedem einzelnen Tag. Lebe mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Kraft für Gott und lass kein Bedauern zurück, mein Freund. Selbst das längste Leben ist nur ein kurzer Tag, und wenn die Sonne untergegangen ist, dann bleibt uns die Ewigkeit.
Und wo wirst du sie verbringen? Das wirkliche Du, das unzerstörbare Du, das in deinem Körper lebt. Entweder schwimmst du in einem Meer der Freunde oder versinkst in einer bodenlosen Traurigkeit, je nachdem, was du im Leben gemacht hast. Viele, die hier sind, viele die zuhören sind vielleicht viel eher in der Ewigkeit, als sie es für möglich halten würden. Und wenn du nicht die Hand des Erlösers in dieser Welt ergreifst, dann kannst du in der nächsten nicht mit Ihm gehen.
Diese Seite weiterempfehlen ...
Eine Bibelbotschaft von Pastor Bayless Conley
| < Zurück | Weiter > |
|---|
- 28.04.2008 14:50 - Etwas Besseres - Vier Dinge aus dem Hebräerbrief
- 21.04.2008 10:36 - Etwas Besseres - Gehorsam ist besser als Opfer
- 28.03.2008 14:35 - Gottes Führung für jeden Gläubigen
- 04.01.2002 18:42 - Reiseführer zu einem klugen Leben
- 21.12.2001 08:25 - Gottes Liste unvermeidlicher Dinge







