Ich möchte heute darüber sprechen, wie man von Gott hört, wenn man in einer Krise steckt. Schlagen wir im ersten Buch der Könige, Kapitel 19 nach. Wir werden hier ein ganzes Stück lesen, aber zunächst möchte ich Ihnen ein bisschen über den Hintergrund erzählen, worum es an dieser Stelle beschrieben geht.
Zu dieser bestimmten Zeit war das ganze Volk Israel von Gott abgefallen. König Ahab und seine Frau Isebel hatten die ganze Nation in den Götzendienst geführt. Gott hatte versprochen, dass Er den Himmel verschließen würde, so dass es keinen Regen mehr gäbe, wenn Israel Ihn je verlassen würde. Aber obwohl Israel sich dem Götzendienst zugewandt hatte, kam das Gericht nicht automatisch. Wie es mit den meisten Versprechungen von Gott ist, musste auch dieses Versprechen erst eingefordert werden. In Hebräerbrief geht es im elften Kapitel um Menschen, die Versprechen durch ihren Glauben erhalten hatten. Obwohl Gott es versprochen hatte, dass es geschehen würde, kam jährlich immer wieder die Regenzeit und Wolken rollten mit Donner heran. Der Himmel schüttete seinen Regen aus und die Erde brachte ihre Frucht. Obwohl Gott angedroht hatte, dass Er die Himmel verschließen würde, blieben sie offen, bis Elia betete. Aber in dem Moment, in dem der Prophet Elia Gottes Verheißungen nahm und mit Seinen Worten betete, gab es keinen Regen mehr in diesem Land und das dauerte dreieinhalb Jahre an.Während dieser Dürre wurde Elia übernatürlich versorgt. Als er zunächst am Bach Krit lebte, kamen Raben und fütterten ihn. Dann ging er zu einer Witwe in eine Stadt Namens Zarephta und sie versorgte ihn auf wunderbare Weise. Nach langer Zeit sagte Gott: "Nun gehe hin und zeige dich Ahab." Elia und Ahab hatten schließlich auf dem Berg Karmel ein großes Finale. Alle falschen Propheten des Baal kamen dort zusammen und das ganze Volk Israel war dort. Elia forderte sie heraus, ihre Götzen anzurufen und er wollte zum lebendigen Gott beten. Wer mit Feuer antwortete, sollte der Gott sein, dem sie dienen wollten. Die Baalsdiener brauchten den ganzen Tag, sie schnitten sich mit Messern, schrien und beteten, aber nichts geschah. Während der ganzen Zeit hatte sich Elia über sie lustig gemacht. Es ist witzig, wenn sie lesen, was er da sagt, vor allem wenn Sie das in der Übersetzung der "Living Bible" lesen. Elia sagte: "Vielleicht kann er euch nicht hören. Vielleicht ist er auf Urlaub. Vielleicht ist er auch nur mal kurz austreten." Elia hatte eine Schärfe, die interessant war. Dann rief er zu Gott und Gott antwortete mit Feuer. Die ganze Nation fiel nieder und sagte: "Der Herr ist Gott! Der Herr ist Gott!" Elia tötete all diese Propheten mit der Schärfe seines Schwertes. Dann hatte er ein Gebetstreffen und es bildeten sich Wolken. Er sagte zu Ahab: "Es wäre besser wieder in den Palast zurück zu kehren, sonst könnten die Wolken womöglich schneller sein." Dann kam der Geist des Herrn über Elia und er überholte den Wagen Ahabs auf übernatürliche Weise und war noch vor ihm an seinem Sommerpalast in Jezreel.
Gott benutzte Elia machtvoll, um die Nation zurück zu Gott zu führen. Zunächst benutzte Er Elia um die Himmel zu verschließen und dann benutzte Er ihn und die Himmel auf wundersame Weise wieder zu öffnen und den Regen wieder hervorzubringen. Alle falschen Propheten wurden getötet. Es waren eine Menge großer Dinge für das Reich Gottes geschehen und Elia war der Katalysator, der all diese Dinge ins Rollen gebracht hatte.
Lesen wir 1. Könige 19,1-19: "Und Ahab sagte Isebel alles, was Elia getan hatte und wie er alle Propheten Baals mit dem Schwert umgebracht hatte. Da sandte Isebel einen Boten zu Elia und ließ ihm sagen: Die Götter sollen mir dies und das tun, wenn ich nicht morgen um diese Zeit dir tue, wie du diesen getan hast! Da fürchtete er sich, machte sich auf und lief um sein Leben und kam nach Beerscheba in Juda und ließ seinen Diener dort. Er aber ging hin in die Wüste eine Tagereise weit und kam und setzte sich unter einen Wacholder und wünschte sich zu sterben und sprach: Es ist genug, so nimm nun, HERR, meine Seele; ich bin nicht besser als meine Väter. Und er legte sich hin und schlief unter dem Wacholder. Und siehe, ein Engel rührte ihn an und sprach zu ihm: Steh auf und iss! Und er sah sich um, und siehe, zu seinen Häupten lag ein geröstetes Brot und ein Krug mit Wasser. Und als er gegessen und getrunken hatte, legte er sich wieder schlafen. Und der Engel des HERRN kam zum zweiten Mal wieder und rührte ihn an und sprach: Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir. Und er stand auf und aß und trank und ging durch die Kraft der Speise vierzig Tage und vierzig Nächte bis zum Berg Gottes, dem Horeb. Und er kam dort in eine Höhle und blieb dort über Nacht. Und siehe, das Wort des HERRN kam zu ihm: Was machst du hier, Elia? Er sprach: Ich habe geeifert für den HERRN, den Gott Zebaoth; denn Israel hat deinen Bund verlassen und deine Altäre zerbrochen und deine Propheten mit dem Schwert getötet und ich bin allein übrig geblieben, und sie trachten danach, dass sie mir mein Leben nehmen. Der Herr sprach: Geh heraus und tritt hin auf den Berg vor den HERRN! Und siehe, der HERR wird vorübergehen. Und ein großer, starker Wind, der die Berge zerriss und die Felsen zerbrach, kam vor dem HERRN her; der HERR aber war nicht im Winde. Nach dem Wind aber kam ein Erdbeben; aber der HERR war nicht im Erdbeben. Und nach dem Erdbeben kam ein Feuer; aber der HERR war nicht im Feuer. Und nach dem Feuer kam ein stilles, sanftes Sausen. Als das Elia hörte, verhüllte er sein Antlitz mit seinem Mantel und ging hinaus und trat in den Eingang der Höhle. Und siehe, da kam eine Stimme zu ihm und sprach: Was hast du hier zu tun, Elia? Er sprach: Ich habe für den HERRN, den Gott Zebaoth, geeifert; denn Israel hat deinen Bund verlassen, deine Altäre zerbrochen, deine Propheten mit dem Schwert getötet und ich bin allein übrig geblieben, und sie trachten danach, dass sie mir das Leben nehmen. Aber der HERR sprach zu ihm: Geh wieder deines Weges durch die Wüste nach Damaskus und geh hinein und salbe Hasaël zum König über Aram und Jehu, den Sohn Nimschis, zum König über Israel und Elisa, den Sohn Schafats, von Abel-Mehola zum Propheten an deiner statt. Und es soll geschehen: Wer dem Schwert Hasaëls entrinnt, den soll Jehu töten, und wer dem Schwert Jehus entrinnt, den soll Elisa töten. Und ich will übrig lassen siebentausend in Israel, alle Knie, die sich nicht gebeugt haben vor Baal, und jeden Mund, der ihn nicht geküsst hat. Und Elia ging von dort weg und fand Elisa, den Sohn Schafats, als er pflügte mit zwölf Jochen vor sich her, und er war selbst bei dem zwölften. Und Elia ging zu ihm und warf seinen Mantel über ihn."
Und so fing es an. Elia ging hin und salbte diese drei Menschen. Das war eine recht interessante Geschichte. Elia kam von seiner Erfahrung auf dem Berggipfel, diesem wunderbaren Durchbruch, seinem mächtigen Einsatz für Gott, bei dem sich die ganze Nation wieder dem Herrn zugewandt hatte. Er geht von dort weg und rennt um sein Leben und denkt an Selbstmord. Freunde, nur ein kleiner Gedanke, ehe ich zu den Punkten komme, die ich Ihnen mitteilen möchte. Es ist immer klug, seine Rüstung anzubehalten. Oft kommen nach großen Siegen große Herausforderungen und Versuchungen. König David hatte eine faszinierende Begegnung mit Gott, nachdem Er durch ihn übernatürlich gehandelt hatte und dennoch endete all das damit, dass er sich mit Batseba einließ und moralisch tief fiel. Nachdem Samson tausende Philister getötet hatte begann er über seinen Tod zu sprechen und hatte Selbstmordgedanken. Nachdem Jesus vom Berg der Verklärung herab gekommen war, traf er den von Dämonen besessenen Jungen. Manchmal sind wir dann am verletzlichsten, wenn wir mit Gott die höchsten und erleuchtetsten Zeiten hatten. Ich denke manchmal, das liegt vielleicht daran, dass wir uns entspannen und unsere Rüstung ablegen. Wir hatten ein großartiges Erlebnis. Dann legen wir unser Schwert nieder; wir legen unseren Schild nieder; wir lockern unseren Helm und nehmen ihn ab und dann werden wir überrumpelt. Sie müssen Ihre Rüstung immer anbehalten.
Das war eine kritische und schwierige Zeit für Elia und er brauchte eine neue Ausrichtung. Vielleicht erleben Sie auch gerade eine stressige oder kritische Zeit und brauchen Weisung von Gott. Wir möchte Ihnen vier Gedanken aus dieser Geschichte mitteilen, die Ihnen dabei helfen können, Gott zu hören, wenn Sie unter Druck stehen und wenn Sie in Ihrem Leben eine Krise erleben.
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