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Wie man sich aus der Grube zieht

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Heute sprechen wir über das Thema wie man sich aus einer Grube zieht. Schlagen wir in der Bibel in den Psalmen nach.

Psalm 88,2-7: "HERR, Gott, mein Heiland, ich schreie Tag und Nacht vor dir. Lass mein Gebet vor dich kommen, neige deine Ohren zu meinem Schreien. Denn meine Seele ist übervoll an Leiden, und mein Leben ist nahe dem Tode. Ich bin denen gleich geachtet, die in die Grube fahren, ich bin wie ein Mann, der keine Kraft mehr hat. Ich liege unter den Toten verlassen, wie die Erschlagenen, die im Grabe liegen, derer du nicht mehr gedenkst und die von deiner Hand geschieden sind. Du hast mich hinunter in die Grube gelegt, in die Finsternis und in die Tiefe."

Ich finde diese Verse beschreiben sehr anschaulich, was eine Grube ist. Das beginnt in Vers drei: "Meine Seele ist übervoll an Leiden." Wenn Sie in einer Grube stecken, dann ist Ihre Seele voller Leiden. In Amerika haben wir ein sehr geläufiges Sprichwort wenn jemand wirklich niedergeschlagen und mutlos ist oder viele Probleme hat. Wir sagen dann: "They are in the pits" (wörtl.: Sie stecken in den Gruben). Genau diese Bedeutung lesen wir hier. In Vers 4 heißt es: "Ich bin wie ein Mann, der keine Kraft mehr hat." In anderen Worten: "Ich fühle mich, als ob ich noch nicht einmal mit dem fertig werde, was gerade so passiert. Mir fehlt die Fähigkeit, mich aus dem Schlammassel zu befreien, in dem ich gerade stecke." In Vers fünf lesen wir: "Ich liege unter den Toten." Manchmal geschehen Dinge und Sie fühlen sich danach, als wäre in Ihnen etwas gestorben. Kann das hier jemand nachvollziehen? Haben Sie das je erlebt, dass Sie gedacht haben, dass gerade etwas in Ihnen abgestorben ist? Hier heißt es: "wie die ..., derer du nicht mehr gedenkst..." Vielleicht fühlen Sie sich heute auch völlig von Gott abgeschnitten, als ob Er Sie irgendwie vergessen hätte. Vielleicht würde Sie es auch so ausdrücken: "Ich bin in der Finsternis, in der Tiefe. Es sieht nicht so aus, als ob es irgend ein Licht für mich gäbe. Ich weiß nicht mehr, wohin ich mich wenden soll." Eine Grube – das ist all das. Noch einmal: Ihre Seele ist voller Leiden. Ihnen fehlt die Kraft, herauszukommen. Sie haben den Eindruck, dass in Ihnen etwas gestorben ist. Sie haben das Gefühl, dass Gott Ihre Adresse verlegt hat. Es sieht nicht so aus, als ob Sie noch eine Richtung hätten.

Wenn es Ihnen heute so geht, dann möchte ich Ihnen ein paar Schlüssel zur Überlegung mitgeben, damit Sie wieder aus der Grube kommen. Sehen Sie sich Psalm 40,1 an. Es ist wirklich nicht schwer, aus der Grube heraus zu kommen. Was wir tun können, entnehmen wir diesen Versen und es ist die gleiche Situation, mit der Psalm 88 angefangen hat.

Psalm 40,2-3: "Ich harrte des HERRN, und er neigte sich zu mir und hörte mein Schreien. Er zog mich aus der grausigen Grube, aus lauter Schmutz und Schlamm, und stellte meine Füße auf einen Fels, dass ich sicher treten kann;" Gott wird Ihr Rufen hören und er wird Sie wieder herausbringen und auf die Füße stellen. So kommt man aus der Grube. So einfach das klingt, Sie müssen nur zum Herrn rufen, aber es geschieht nicht immer auf der Stelle. Haben Sie bemerkt, wie der Vers beginnt? "Ich harrte des Herrn" , das heißt, dass die Antwort auf das Rufen einige Zeit nicht offensichtlich war. Viele Menschen verbringen viel Zeit damit, sich selbst in einen Schlammassel zu bringen, aber sie scheinen es nicht ermessen zu können, dass vielleicht auch für die Befreiung ein gewisser Zeitfaktor nötig ist.

Ich habe das schon einmal erzählt. Vor einigen Jahren war ich mit einem Freund in Montana auf Elchjagd. Er arbeitete dort in der Gegend als Wildführer, deshalb ging er schon einige Tage vorher hin, um ein Lager am Flathead River, an der kanadischen Grenze, aufzubauen. Ich sollte mit einem kleinen Flugzeug zu einer Wiese kommen, die etwa 30 Kilometer weit in der Wildnis lag. Er wollte mich dort abholen und dann wollten wir nochmal 30 Kilometer weiter zum Lager reiten. Also, wegen dicken Nebels konnte mein Flug in Los Angeles lange nicht starten. Ich hatte mehrere Stunden Verspätung und folglich verpasste ich meinen Anschlussflug. Schließlich kam ich sehr spät nach Kalispell, Montana. Als ich zum Hangar kam, war der Mann, der mich in einem kleinen Zweisitzer Flugzeug zu der Wiese bringen sollte noch da. Ich überredete ihn, dass er noch los flog und so nahm er mich mit in die Wildnis. Wir landeten auf dieser Wiese und stiegen aus, aber mein Freund war nirgends zu sehen. Natürlich hatte ich nur sechs Stunden Verspätung. Wir sahen uns um, der Mann nahm seinen Revolver und schoss ein paar mal in die Luft. Keine Antwort. Da schaute er mich an und sagte: "Also steigen Sie ein."
Ich sagte: "Was meinen Sie?"
Er sagte: "Ich nehme Sie wieder mit zurück."
Ich sagte: "Ich fliege nicht mit zurück."
Er sagte: "Also ich nehme Sie jetzt wieder mit! Ihr Freund kommt nicht."
Ich sagte: "Er wird kommen. Wir wollten uns hier treffen. Ich bin derjenige, der Verspätung hat. Er wird mich schon finden. Fliegen Sie nur los."
Er sagte: "Nein, das geht nicht. Sie sind verrückt!"
Ich sagte: "Ich bleibe!" Ich meine ich hatte immerhin ein Messer, einen Apfel, ein Streichholzbriefchen und einen Schlafsack. Was braucht ein Mann denn sonst noch?
Er sagte: "Sie verstehen das nicht. Hier gibt es überall Grizzlybären. Sie müssen mitkommen."
Ich sagte: "Gehen Sie nur, mir geht es bestens."
Er schaute mich an und sagte: "Hier treiben sich Wolfsherden in der Gegend herum. Sie können nicht hier bleiben."
Ich sagte: "Mir passiert schon nichts. Gehen Sie einfach."
Zwanzig Minuten lang versuchte er mich zu überzeugen, dass ich nicht los ziehen sollte. Er sagte: "Sehen Sie, hier in den Bergen gibt es auch Berglöwen."
Ich sage: "Mir geht es bestens, gehen Sie. Bitte gehen Sie einfach."
Seine Abschiedsworte lauteten: "Wenn Sie zuschauen, wie mein Flugzeug am Horizont verschwindet, dann rutscht Ihnen das Herz in die Hosentasche." Er warf die Tür hinter sich zu und hob ab.
Ich war in meinem ganzen Leben noch nie so froh gewesen, jemanden los zu haben; die Zeit dort war herrlich. Ich ging auf eine kleine Erkundungstour, machte mir ein kleines Lager zurecht, aß meinen Apfel und legte mich ins Bett. Gegen zwei Uhr morgens hörte ich etwas. Es war kein Grizzlybär, es war kein Wolfsrudel; es war kein Berglöwe. Es war mein Freund mit den Pferden. Wir sattelten auf und ritten die 30 Kilometer zu unserem Camp am Flathead.

Ich denke, der Teufel hat Ähnlichkeit mit diesem Piloten. Er versucht Christen immer zum Aufgeben zu bewegen. Sie haben ein Versprechen von Ihrem Vater und er versucht sie immer zu überreden, nicht geduldig zu warten. Der Teufel sagt: "Das funktioniert nicht. Es gibt Löwen und Tiger und Bären – o je! Du musst die Flucht einschlagen. Gib's auf!" Und ich denke, oft verpassen wir den größten Segen im Leben weil wir nicht bereit sind, geduldig zu warten. Wenn Sie zu Gott rufen, dann wird Er Sie hören ... Punkt! Er wird. Aber wir müssen bereit sein, Geduld zu zeigen.

Jetzt will ich Ihnen eine Checkliste geben, die Sie erst mal durchgehen sollten, ehe Sie zum Herrn um Hilfe rufen. Wenn Sie in einer Grube stecken und Gott um Hilfe rufen, dann wird Er Ihnen helfen; aber hier sind fünf Punkte, denen Sie zuerst Beachtung schenken sollten.




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